Abschlußübung 2013 mit den Wehren der VG Kell in Lampaden

Gemeinsam sind sie stark

Feuer und Rauch in der Lampadener Grundschule. Von allen Seiten nähern sich Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn. Zahlreiche Zuschauer kommen herbei. Doch die Erleichterung folgt: Es handelt sich um die Abschlussübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kell am See.

 

DRK und Feuerwehr arbeiteten bei der Abschlussübung in der VG Kell eng zusammen. Ähnlich wie es beim Ernstfall verlaufen würde. TV-Foto Hans Muth

Lampaden/Kell am See. Das Interesse war groß. Über 200 Schaulustige aus der Verbandsgemeinde Kell am See hatten sich im Bereich der Grundschule Lampaden eingefunden, um der Abschlussübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kell am See und des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes Kell beizuwohnen.

Feuer in Heizungsanlage

Das angenommene Szenario hatte auch Eltern der Schulkinder angezogen. In der Grundschule ist durch Arbeiten an der Heizungsanlage ein Feuer ausgebrochen. Rauch dringt durch Fenster und Türen. Eine Gruppe von Kindern ist laut Belegungsplan in der Schule und hält sich vermutlich noch im Gebäude auf. Atemschutzträger laufen auf die Rauch geschwängerte Eingangstür zu, bahnen sich einen Weg in das Innere der Schule. Schläuche werden gerollt und kurz darauf beginnen die Löschangriffe der 13 Feuerwehren. Verletzte Kinder werden geborgen und den Sanitätern des DRK-Ortsvereins Kell zur weiteren Behandlung übergeben. Wehrleiter Bruno Merten erklärt den hintergründigen Sinn der Übung: "Das selbstständige und richtige Handeln der Führungskräfte soll hierbei gefördert werden und ebenfalls die Zusammenarbeit und der Gemeinschaftsgedanke in der Verbandsgemeinde Kell am See."
Um die Ziele der Übung nahe an der Realität zu üben, werde diese Übung nicht bis ins kleinste Detail vorgeplant. "Es ist vielmehr die volle Absicht der Planer, dass die Führungskräfte der Feuerwehr hier Handlungsspielraum erhalten und eigenes Denken und Handeln gefördert wird."
Ferdinand Heib aus Kell am See (83) ist Mitglied der Altenwehr und immer wieder bei Übungen anwesend. "Auf unsere Wehren kann man sich verlassen", sagt er begeistert. "Es ist doch gut zu wissen, dass unseren Kindern in einem hoffentlich nie eintretenden Brandfall in der Schule schnelle Hilfe garantiert ist."

Positive Manöverkritik

Bei der späteren Manöverkritik fiel das Urteil Mertens für die Wehren positiv aus. "Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und nicht überhastet zu agieren", sagte Merten. "An diesen Grundsatz habt Ihr Euch gehalten. Und Ihr habt wieder einmal gezeigt: Gemeinsam sind wir stark." Zu Atemschutzgerätewarten für die Verbandsgemeinde-Atemschutzwerkstatt in Zerf wurden in der Nachfolge von Stefan Bodem Tobias Gläsner (FF Zerf) und Elmar Kopp (FF Schillingen) ernannt und zum Elektrogerätewart Frank Winter (FF Zerf) als Nachfolger von Sebastian Hädicke, der zum Wehrführer der FF Waldweiler ernannt wurde. hm

Quelle: Trierischer Volksfreund